Heutige Nutzung

Die Wilhelmsburg soll wieder zu einem belebten Bestandteil der Stadt werden. Ziel war und ist, das beeindruckende Bauwerk durch eine dauerhafte Nutzung stärker ins öffentliche Bewusstsein und „näher an die Stadt“ zu rücken. „Stürmt die Burg“ – das mehrmonatige, jährlich stattfindende liefert spannende Antworten auf die Frage, wie diesem einmaligen Ort nachhaltig neues Leben eingehaucht werden kann. Und auch der „Theatersommer“ zeigte in den vergangenen Jahren eindrucksvoll, was passiert, wenn der Innenhof bespielt wird.

Bisherige Baumaßnahmen

Neugestaltung des Innenhofes – 1. Bauabschnitt

Die Wettbewerbsplanung mit der zurückhaltenden Verwendung von dezenten, gut proportioniert gesetzten Gestaltungsmitteln – Rahmen aus Ortbetonfeldern, Intarsien, Bogenbank und Solitärbäumen – bleibt weitestgehend Grundlage der Planung. Die Baumaßnahme wird derzeit abgeschlossen.

Bau eines neuen Erschließungskerns

Für die weitere Belebung der Burg wurden Räume auf rund 1000 m² Nutzfläche ausgebaut um Nutzungen auszuprobieren. Die Räume sind im Erdgeschoss und Obergeschoss des Ostflügels entstanden.
Die Maßnahme beinhaltete einen Erschließungskern mit Aufzug und Treppe vom Untergeschoß bis in das erste Obergeschoß. Der Zugang erfolgte im Hochparterre über den Innenhof. Ein provisorischer Zugang mit Treppe und Rampe ermöglicht nun die barrierefreie Erschließung vom Hof. Die Aufenthaltsräume unterscheiden sich hinsichtlich Größe und Belichtung und somit in ihrer Nutzbarkeit. Sie könnten für Wohnen, Büros und Ateliers genutzt werden. Vermieterin ist die Stadt Ulm, die sich für eine innovative Büronutzung entschieden hat.

Ausbau eines Gebäudeabschnitts für die Theaternutzung

Am linken Flankenturm, im nordwestlichen Bereich des bestehenden Gebäudes wurden auf rund 1.250 m² Nutzfläche im Hochparterre Räume für die Nutzung durch das Theater umgebaut. Dies beinhaltet Räumlichkeiten für das Orchester, die Maske, einen Multifunktionsraum, Umkleiden mit Duschen, Sanitärbereiche, Teeküche, 1. Hilfe- und Feuerwehrraum sowie Lagerbereiche. Der Zugang erfolgt über eine Türöffnung in der nordwestlichen Gebäudeecke. Das für den Festungsbau typische Quadermauerwerk wurde in den neu ausgebauten Räumen vom Putz befreit. Durch einfaches Schlämmen der Oberflächen bleibt die Struktur des Mauerwerkes erhalten. Die außergewöhnlichen Räume können auch für Events, Tagungen, Feste und mehr gemietet werden.

Äußere Erschließung

Um die Wilhelmsburg einer dauerhaften und intensiveren Nutzung zuführen zu können, war eine neue äußere Erschließung unumgänglich.
Diese sieht eine Anbindung aus nördlicher Richtung vor. Im Jahr 2016 wurde der Ausbau des bestehenden Schotterweges entlang der Escarpenmauer zwischen dem angrenzenden Wall und der historischen Böschung umgesetzt. Die unmittelbare Einfahrt in den Innenhof der Wilhelmsburg erfolgt über eine neue, den Graben querende Brücke und durch das ehemalige, derzeit ungenutzte Flankentor. Das neue Brückenbauwerk ermöglicht die Abwicklung von Schwerlastverkehr. Damit die Besucherinnen und Besucher, die mit öffentlichen Verkehrsmitteln kommen, unkompliziert ein- un daussteigen können, wurde zusätzlich vor dem Brückenbauwerk ein Wendebereich für Shuttlebusse oder Linienverkehr ausgebaut.

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