Pop up Space 2018

Sechs Kulturprojekte werden im Rahmen der Projektförderung unter dem Titel „Pop up Space: Wilhelmsburg“ gefördert. Auf folgende Projekte darf man diesen Sommer und Herbst gespannt sein:

„Wilhelmsbüro | Creative Space“
von den Agenturen  „Widerstand und Söhne“ & „Bootschaft | Büro für Gestaltung“

Im Projekt „Wilhelmsbüro | Creative Space“ verlegen zwei junge Ulmer Firmen ihren Arbeitsplatz einmal die Woche für zwei Tage (48h) über einen Zeitraum von 5 Wochen in die Wilhelmsburg. Das Firmen-Duo besteht aus der Hard- und Software-Schmiede “Widerstand und Söhne” und dem Designbüro “Bootschaft | Büro für Gestaltung”. In dieser Zeit gehen sie nicht ihrem normalen Tagesgeschäft nach, sondern widmen sich vorab gestellten und dem Team zuvor unbekannten Aufgaben und Problemstellungen. Über eine Online-Plattform hat jeder und jede die Möglichkeit eine Aufgabenstellung einzureichen. Nach 48 Stunden werden die Ergebnisse den Aufgabenstellenden und der Öffentlichkeit präsentiert.

„Burgfestspiele“
vom Neuen Saarbrückner Kunstverein

Das Konzept sieht ein achtwöchiges Kunst-Projektcamp in der Burg vor. In dieser Zeit werden die aktiven Mitgliederinnen und Mitglieder des Kunstvereins vor Ort leben, arbeiten und gemeinsam mit wechselnden Gast-Künstlerinnen und -Künstlern sowie Einheimischen Kunstprojekte initiieren und umsetzen. Eine kreative Phase von jeweils zwei Wochen mündet in einer Vorstellung des jeweiligen Kunstprojekts, den sogenannten „Burgfestspielen“.

„Fünf Räume – Sieben MusikerInnen“
von Alan Hilario

Eigens für die Aufführung in der Wilhelmsburg wird Alan Hilario ein Musikstück (Neue Musik) komponieren. Im Rahmen der Konzerte wird dies in vier nebeneinander liegenden Räumen sowie dem angrenzenden Flur gleichzeitig gespielt. Durch das Öffnen und Schließen der Türen entstehen unterschiedliche Raumgestaltungen, um vielfältige Hörsituationen zu schaffen.

„Polygonalsystem“
von Ines Fiegert, Jeremias Heppeler und Christof Heppeler

Unter dem Titel „Das Polygonalsystem“ wird das Künstler-Trio ein Stockwerk des Flankturms bespielen. Dieser einzigartige und unberührte Raum wird von Fiegert mit einem Netz umwoben, welches um visuelle und akustische Elemente erweitert wird. Es entstehen dadurch „pulsierende Aderstrukturen“, die sich mit dem Raum verbinden. Darüber hinaus nimmt das Trio durch audiovisuelle Reize, Projektionen, Text und Malerei Bezug auf die omnipräsenten Spuren und Zeichen der Wilhelmsburg. Die Gäste können sich selbst im Netz bewegen und Klänge erzeugen – so entsteht ein Hybrid aus Ausstellung, Performance und interaktiver Installation.

„Kinder in der Festung“
von Claudia Lemke (Theater Mücke)

Das Projekt von Theaterpädagogin Claudia Lemke / Theater Mücke soll gemeinsam mit benachbarten Kindertageseinrichtungen entstehen und hat die geschichtliche und phantasievolle sowie spielerische Auseinandersetzung mit der Burg zum Ziel. Die Kinder werden im Rahmen von Workshops ein Theaterstück entwickeln  und dieses während des Familienfests des Kindergartens öffentlich aufführen.

„This is | mine | all mine“
von Silvia Wienefoet und Ralph Walczyk

Der Schriftzug „This is | mine | all mine“ wird auf die Fassade angebracht, um der Wilhelmsburg Sichtbarkeit zu verleihen. Das Kunstwerk von Silvia Wienefoet und Ralph Walczyk stellt sich den Fragen „Wem gehört der öffentliche Raum?“, „Wem gehört ein nationales Kulturdenkmal?“ und „Wem gehört letztendlich die Burg?“.

„Wilhelmsburgsommer“
vom Arbeitskreis Kultur

Zusätzlich zu den geförderten Projekten werden Ulmer Kulturschaffende eine Veranstaltungsreihe in der Burg realisieren. Einmal pro Woche werden Mitglieder des Arbeitskreis Kultur einen Abend gestalten. Das Programm wird so vielfältig, wie die Ulmer Kulturszene selbst sein.

Die Auftaktveranstaltung des Pop up Space wird am Donnerstag, den 26. Juli 2018, stattfinden.