Ankunftsbereich mit Buswendeplatz

Darstellung der Baumaßnahme

In der neuen äußeren Erschließung ist die Anbindung von Norden her erfolgt. Im Jahr 2016 wurde der Ausbau des bestehenden Schotterweges entlang der Escarpenmauer zwischen dem angrenzenden Walls und der historischen Böschung umgesetzt. Die unmittelbare Einfahrt in den Innenhof der Wilhelmsburg erfolgt über eine neue, den Graben querende Brücke und durch das ehemalige, derzeit ungenutzte Flankentor. Für das neue Brückenbauwerk wurde eine Dimensionierung vorgesehen, welche die Abwicklung von Schwerlastverkehr ermöglicht.

Für eine funktionierende Erschließung der Wilhelmsburg ist eine Wendemöglichkeit für Gelenkbusse vorgesehen. Die Platzfläche ist Teil eines Gesamtkonzepts, das im Rahmen eines nicht offenen Wettbewerbs erarbeitet wurde. Das Ankommen im Vorfeld der Wilhelmsburg ist für den unvorbereiteten Besucher zunächst damit verbunden, die Gesamtanlage in ihrer Dimension zu erfassen. Das ist von keinem Standpunkt aus möglich und deshalb wird die Größe des Platzes, die durch die Busvorfahrt definiert ist, erst einmal nicht irritieren. Die Lage und Höhe der Platzfläche ergibt sich im Wesentlichen durch das Brückenbauwerk und der möglichst sanften Einbettung ins Gelände in Richtung der Waldfläche. Ein in Asphalt ausgebauter Fußweg zwischen Platzbereich und Prittzwitzsstraße ermöglicht den Besuchern eine Orientierung zum Haupteingang.

Die Platzfläche soll in großen Ortbetonplatten erstellt werden und umfasst eine Größe von 49,50 X 26m. Vorgesehen für die Nutzung sind Gelenkbusse, die auf der Platzfläche wenden können, die einen Ein- und Ausstieg für Besucher der Wilhelmsburg mögliche machen. Die Größe des Buswendebereichs ergibt sich aus einer dynamischen Schleppkurve. Aufgrund der sich ergebenden Platzgröße ist ein Eingriff in die seitlich abfallende Waldfläche unausweichlich. Der Ausstieg aus dem Bus soll barrierefrei erfolgen können, was über einen Kasseler Bord erreicht wird. Eine Bank aus Cortenstahl mit Sitzauflage flankiert den Buswarteplatz und gibt von dort aus den Blick auf die lange Ostseite der Burg frei.