Wie genau die Wilhelmsburg in Zukunft mit Leben gefüllt werden könnte, steht nocht nicht fest. Ein Nutzungskonzept mit verschiedenen Szenarien rückt jedoch immer näher. Am Mittwoch, den 11. Februar stellte die Stadt Ulm der interessierten Öffentlichkeit die bisherigen Ideen und Ergebnisse des Entwicklungsprozesses „Die Wilhelmsburg – ImPulse für Kultur und Kreativwirtschaft“ vor. Anschließend hatten die rund 70 Interessierten, die der Einladung ins Stadthaus gefolgt waren, die Möglichkeit, weitere Ideen auf Stellwänden festzuhalten.

Der Informationsabend im Stadthaus setzte einen vorläufigen Schlusspunkt unter den öffentlichen Entwicklungsprozess, der unter Federführung der Kulturabteilung der Stadt Ulm im Oktober 2014 begonnen hatte. Bei Rundgängen durch die Wilhelmsburg, einer Bürgerwerkstatt und zwei Workshops mit internationalen und lokalen Fachleuten kam eine ganze Menge an Ideen und Vorschlägen zur künftigen Nutzung des denkmalgeschützten Bauwerks zusammen. Zuletzt befassten sich Ende Januar etwa 50 geladene Teilnehmende in Arbeitsgruppen mit fünf verschiedenen Nutzungsbausteinen: Bildung und Wissenschaft, Kunst und Kultur, Theater und Tourismus, Erholung und Gesundheit sowie Wohnen und Arbeiten.

Vertreterinnen und Vertreter aus den Arbeitsgruppen stellten im Rahmen des abschließenden Informationsabends im Stadthaus die wesentlichen Überlegungen vor. So könnte die gesamte Burg mit einer großen Idee bespielt werden, z. B. mit einem „Fort Future“, das digitale Welten analog werden ließe. Auf der anderen Seite ist eine kleinteilige und interdisziplinäre Nutzung durch Kunst und Kultur, Co-Working-Spaces, Labore und Industrie denkbar um den meditativen Charakter der Wilhelmsburg beizubehalten, könnte dies auch zunächst nur auf einem Teil der insgesamt 28.000 m² verfügbaren Nutzfläche umgesetzt werden. In einem Punkt waren sich alle Beteiligten einig: Die Wilhelmsburg sollte künftig ein sichtbarer und lebendiger Anziehungspunkt werden, sowohl für die Ulmer Bevölkerung als auch über Ulm hinaus.

Auch Kulturbürgermeisterin Iris Mann betonte in ihrer Eröffnungsrede die besondere Bedeutung der Festung auf dem Michelsberg: „Die Wilhelmsburg strahlt über Ulm hinaus“, und deshalb, so Mann weiter, sei es wichtig gewesen, sowohl die Meinung der Ulmer Bürgerschaft, als auch die Beurteilung internationaler wie lokaler Expertinnen und Experten in den Prozess miteinzubeziehen. Da eine mögliche Belebung einen nachhaltigen Einfluss auf die Stadtgesellschaft haben wird, sei es entscheidend, die Diskussion darüber nicht hinter verschlossenen Türen zu führen, sondern öffentlich und für jedermann zugänglich. Die Moderation des Abends lag, wie schon bei den vorgangegangenen Veranstaltungen, bei Dr. Lisa Küchel von Weeber+Partner, Institut für Stadtplanung und Sozialforschung, Stuttgart. Dem von der Stadt beauftragten Institut obliegt nun auch die Aufgabe, in den nächsten Monaten ein Nutzungskonzept mit verschiedenen Szenarien auszuarbeiten, das dem Fachbereichsausschuss Kultur in einer öffentlichen Sitzung im November zur Beschlussfassung vorgelegt werden wird. Informationen zum bisherigen Prozess sowie zu aktuellen Entwicklungen gibt es auch weiterhin unter www.die-wilhelmsburg.de.

 

Kontakt für die Presse:

Stadt Ulm, Kulturabteilung
Katharina Tenta, Referentin für Kulturmarketing
Frauenstr. 19, 89073 Ulm
Tel.: +49 -(0)731/161-4712
Fax: +49 -(0)731/161-1631
E-Mail: k.tenta@ulm.de

Am Mittwoch, 11. Februar lädt die Kulturabteilung der Stadt Ulm alle Interessierten zur zweiten Informationsveranstaltung im Rahmen des Entwicklungsprozesses „Die Wilhelmsburg – ImPulse für Kultur und Kreativwirtschaft“ ins Stadthaus Ulm ein. Einlass ist ab 18 Uhr, Beginn ist um 18:30 Uhr. Der Eintritt ist frei, um Anmeldung wird gebeten unter www.die-wilhelmsburg.de.

Auf den ersten Info-Abend im November sowie die ImPuls-Werkstatt im Dezember letzten Jahres schließt sich nun der zweite Informationsabend mit anschließendem Austausch an. An diesem Abend sollen die bisher erarbeiteten Ideen und Vorschläge der Öffentlichkeit präsentiert werden. Anschließend entwickelt das von der Stadt Ulm beauftragte Institut Weeber+Partner ein Konzept mit verschiedenen Nutzungsszenarien und legt dies im Herst 2015 dem Ulmer Gemeinderat zur Beschlussfassung vor.

Auch online können sich interessierte Bürgerinnen und Bürger in den laufenden Prozess einbringen und im Anschluss an die Veranstaltung im Forum Ideen und Gedanken einreichen. Darüber hinaus sucht die Kulturabteilung mit der Aktion „Meine Wilhelmsburg“ besondere, unvergessliche Momente, die die Ulmerinnen und Ulmer in der oder rund um die Wilhelmsburg erlebt haben. Alle Informationen zum Entwicklungsprozess und zu den Möglichkeiten sich einzubringen gibt es unter www.die-wilhelmsburg.de.

Der Prozess wird federführend von der städtischen Kulturabteilung koordiniert und in Zusammenarbeit mit dem Institut Weeber+Partner, Institut für Stadtplanung und Sozialforschung, Stuttgart/Berlin umgesetzt.

 

Kontakt für die Presse:

Stadt Ulm, Kulturabteilung
Katharina Tenta, Referentin für Kulturmarketing
Frauenstr. 19, 89073 Ulm
Tel.: +49 -(0)731/161-4712
Fax: +49 -(0)731/161-1631
E-Mail: k.tenta@ulm.de