Die Wilhelmsburg, ein ungehobener Schatz

Erster Informationsabend stößt auf großes Interesse – ab sofort auch Online-Beteiligung möglich

Kultur und Kreativwirtschaft werden im Mittelpunkt stehen, so viel ist schon einmal sicher. Wie die Wilhelmsburg jedoch künftig genau genutzt und belebt werden wird, ist indes noch offen. Bei der Informationsveranstaltung am Mittwoch, 5. November, zum Auftakt des Prozesses „Die Wilhelmsburg – ImPulse für Kultur und Kreativwirtschaft“ konnten Interessierte bereits erste Ideen und Anregungen einbringen. Rund 90 Personen waren der Einladung der Stadt ins Kornhaus gefolgt. Vom 6. bis 19. November ist außerdem ein Online-Forum freigeschaltet, in dem Interessierte ihre Anregungen, Ideen oder Fragen einbringen können.

Kulturbürgermeisterin Iris Mann und Baubürgermeister Alexander Wetzig hoben zu Beginn gemeinsam die besondere Bedeutung der Wilhelmsburg für Ulm hervor. „Das ist tatsächlich ein ungehobener Schatz, der in einem Dämmerschlaf liegt“, so Wetzig. Umso wichtiger sei es nun, den Entwicklungsprozess für eine mögliche künftige Nutzung des Bauwerks anzugehen. Diese große Aufgabe werde die Stadtverwaltung jedoch nicht alleine stemmen. „Wir wollen das nicht alleine am grünen Tisch planen, sondern gemeinsam entwickeln und die Stadtgesellschaft einbinden“, bekräftigte Iris Mann. Denn: „Mehr Köpfe, das sind auch mehr Ideen und damit mehr Potenzial für die Wilhelmsburg.“

Auf dem Programm des Informationsabends standen mehrere Vorträge rund um die Wilhelmsburg: Matthias Burger vom Förderkreis Bundesfestung Ulm e. V. rief die wechselvolle Geschichte der Anlage in Erinnerung und verdeutlichte deren Stellenwert als nationales und einzigartiges Baudenkmal – immerhin ist die Bundesfestung die größte erhaltene Festungsanlage Deutschlands.

Auch Hintergründe und Herausforderungen der baulichen und verkehrlichen Erschließung des Gebäudekomplexes auf dem Michelsberg kamen nicht zu kurz und wurden durch Experten der Stadtverwaltung Ulm erläutert. Dabei wurde deutlich, wie komplex eine künftige Nutzbarmachung der Wilhelmsburg sein wird: Immerhin warten 570 Räume darauf, mit Leben gefüllt zu werden, immer unter der Prämisse, die denkmalschutzrechtlichen Vorgaben einzuhalten und die Burg in Einklang mit ihrer Umgebung zu erschließen. Der derzeit stattfindende Entwicklungsprozess ist dabei lediglich ein erster Schritt und Grundlage für alle weiteren Planungen. Wie der weitere Prozessverlauf aussehen wird, erläuterte abschließend Sabrina Neumeister, Leiterin der städtischen Kulturabteilung. Durch den Abend führte Dr.-Ing. Lisa Küchel von Weeber+Partner, Institut für Stadtplanung und Sozialforschung mit Sitz in Stuttgart und Berlin.

Welche Chancen, aber auch Herausforderungen die Wilhelmsburg zu bieten hat, zeigte sich auch im Anschluss an die Vorträge im Foyer des Kornhauses: Im zweiten Teil des Abends standen dort die Referentinnen und Referenten an Thementischen Rede und Antwort und diskutierten mit den Besucherinnnen und Besuchern angeregt über mögliche künftige Nutzungen. Alle Fragen, Ideen und Anregungen wurden auf großen Stelltafeln festgehalten und werden in den laufenden Entwicklungsprozess einfließen.

Ab sofort besteht auf der Plattform www.die-wilhelmsburg.de die Möglichkeit, sich im Forum auch online zu beteiligen. Bis zum 19. November 2014 können Interessierte in dieser „aktiven Phase“ dort Impulse einbringen.

Als nächstes folgt die „ImPuls Werkstatt“: Am 3. Dezember haben die interessierte Öffentlichkeit und die  Akteure der Kulturszene vor Ort die Möglichkeit, im Rahmen einer Werkstatt eigene Ideen und Visionen zu entwickeln und zu Papier zu bringen. Alle Termine und Infos zum weiteren Prozess und zur Wilhelmsburg finden sich unter www.die-wilhelmsburg.de.

 

Kontakt für die Presse:

Stadt Ulm, Kulturabteilung
Katharina Tenta, Referentin für Kulturmarketing
Frauenstr. 19, 89073 Ulm
Tel.: +49 -(0)731/161-4712
Fax: +49 -(0)731/161-1631
E-Mail: k.tenta@ulm.de

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